Landesgartenschau 2022 Neuenburg am Rhein

“Eine Stadt geht zum Rhein” – STADT. LAND. FLUSS.

Hintergründe und Zielsetzung

Neuenburg am Rhein will seinem Namen alle Ehre machen und sich wieder verstärkt zum Fluss hin öffnen. Hierbei verfolgt die südbadische Zähringerstadt eine klare Zielsetzung: „Eine Stadt geht zum Rhein“. Aktuell liegt der Stadtkern nämlich rund 800 Meter vom Rhein entfernt. Gründe hierfür sind die Rheinregulierung durch Tulla, der Bau des Rheinseitenkanals und die Schaffung verkehrlicher Infrastruktur.

Durch städtebauliche Veränderungen und Aufwertung der Grünflächen soll eine Verbindung zwischen Stadt, Landflächen und Fluss entstehen. Ein Ziel, dass der Claim der Landesgartenschau 2022 Neuenburg am Rhein “STADT. LAND. FLUSS.“ ausdrucksstark vermittelt. Für die kleinste Stadt in der jemals eine Landesgartenschau organisiert wurde, bedeutet das Projekt somit viel mehr als eine sechsmonatige Großveranstaltung.

Das Landesgartenschaugelände umfasst eine Fläche von rund 27 Hektar und bleibt dauerhaft als Naherholungs- und Freizeitbereich bestehen. Es wird sich vom stadtkernnahen Wuhrlochpark, mit ruhespendendem Weiher, bis hin zum Rhein erstrecken. Am Rhein, westlich der Autobahn A5, bilden die Rheingärten mit den Rheinterrassen das Herzstück des Geländes. Die Rheingärten sind durch die Hochwasserschutzmaßnahme „Integriertes Rheinprogramm“ (IRP) als Ausgleichsfläche, in hervorragender Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Land Baden-Württemberg, bereits entstanden. Zwischen dem Alten Fähranleger und der Freifläche der „Panzerplatte“ bieten die Rheingärten Liegewiesen, eine Aussichtsplattform mit Sicht aufs Wasser und nach Frankreich, eine Freilichtbühne und Sitzstufen in Richtung Fluss.

Neubepflanzte Grünflächen und gepflegte Streuobstwiesen zählen ebenso zum Konzept, wie die Sanierung einer Kleingartenanlage. Zudem wird der sogenannte “Rhein-Loop“ als durchgehende Wegeschleife sämtliche Geländebereiche miteinander verbinden.

Eine rund 700 Meter lange Parkpromenade mit den Themenbereichen „Zähringerstadt“, „Rhein“ und „Schwarzwald“ soll zusätzlich, als Begegnungsmöglichkeit in der Natur, etabliert werden. Hier wird es beschattete Sitzmöglichkeiten geben, sodass man sich auch an heißen Sommertagen am Rhein entspannen kann. Spaziergänger, Radfahrer und mobilitätseingeschränkte Menschen können die Umgebung überwiegend barrierefrei erkunden. Als flankierende Maßnahme wird die seit 1996 stillgelegte Kreismülldeponie, in der Nähe des Landesgartenschaugeländes, durch den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald rekultiviert.

Alles in Allem ebnen viele verschiedene Maßnahmen, im Zuge der Landesgartenschau 2022 in Neuenburg am Rhein, den Weg in eine grünere Zukunft und vereinen so Stadt, Land und Fluss.

 

Fakten

Fläche:

27 ha

Zeitraum:

Frühjahr bis Herbst 2022

Planer:

geskes.hack Landschaftsarchitekten, Berlin
Planer des Bewerbungskonzepts: Projektgemeinschaft Pit Müller und AG Freiraum (Jochen Dittus und Andreas Böhringer), Freiburg im Breisgau

Mehr Informationen

www.neuenburg2022.de