Minister Peter Hauk MdL verabschiedet Prof. Hubert Möhrle von bwgrün.de

15. Mai 2017 | Pressemitteilung

Vorsitzender der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen gibt nach neun Jahren sein Amt ab

Bad Herrenalb / Ostfildern (pm).
Aufbruch- und Abschiedsstimmung zugleich herrschte bei der festlichen Eröffnung der Gartenschau in Bad Herrenalb am Sonntag. Während sich die Schwarzwaldstadt auf 121 aufregende Tage im Zeichen der Gartenschau freute, blickte Prof. Hubert Möhrle mit Wehmut auf die zurückliegenden 20 Jahre. In dieser Zeit hatte der scheidende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung von bwgrün.de, der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen mbH, Freiraum- und Stadtentwicklung im Land maßgeblich mitgeprägt.

v.l.n.r.: Gerhard Hugenschmidt, Prof. Hubert Möhrle, Minister Peter Hauk MdL, Geschäftsführer Martin Richter-Liebald

Peter Hauk MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, würdigte beim Festakt auf der Schweizerwiese in Bad Herrenalb die Verdienste Möhrles. „Es ist kaum vorstellbar, dass Hubert Möhrle nicht mehr dabei sein wird, er, der 20 Jahre lang der Motor war, der die Gartenschauen und Landesgartenschauen in Baden-Württemberg mit Herzblut vorangetrieben hat. Er hat kräftig an dieser Erfolgsgeschichte mitgeschrieben. Für sein Engagement danke ich ihm sehr. Für das Land ist und bleibt er eine Institution und wir werden auch künftig gerne seinen Rat, seine Erfahrung und seine Kompetenz in Anspruch nehmen.“

Möhrle griff ein letztes Mal in seiner Funktion als Chef von bwgrün.de zum Mikrofon, das er in all den Jahren nicht minder gut beherrschte, wie die Fähigkeit, andere von den großartigen Möglichkeiten einer Landesgartenschau oder Gartenschau zu überzeugen. „Das ist das Beste, was einer Stadt passieren kann. Ich habe in 20 Jahren, neun davon als Vorsitzender von bwgrün.de, so oft erlebt, wie toll sich Städte verändern, wie sie langfristig und dauerhaft in die Stadtentwicklung für Generationen investieren.“ Er freue sich deshalb auch, dass das Land das Förderprogramm „Natur in Stadt und Land“ wieder ausschreibt, laut Minister Hauk noch in diesem Sommer für den Zeitraum von 2026 bis 2030. „Und ich bin überzeugt davon, es wird wie in der Vergangenheit wieder weitaus mehr Bewerber geben, als Zuschläge erteilt werden können“, so Prof. Möhrle.

Der Stuttgarter Landschaftsarchitekt Prof. Hubert Möhrle, BDLA/IFLA, hat neun Jahre lang die Entwicklung der Förderungsgesellschaft entscheidend geprägt. Den Vorsitz der Gesellschafterversammlung hatte er turnusgemäß an Gerhard Hugenschmidt, den Präsidenten des Gartenbauverbands Baden-Württemberg-Hessen e.V., abgegeben. Bei der offiziellen Amtsübergabe sagte er: „Die Fußstapfen, die Hubert Möhrle hinterlässt, sind groß, und noch habe ich keine so großen Schuhe. Ich danke ihm sehr dafür, was er mit der Förderungsgesellschaft aufgebaut hat.“

Für Prof. Möhrle war das Engagement für Gartenschauen in Baden-Württemberg eine Herzensangelegenheit, die er in den nächsten Jahren auch ohne Amt noch begleiten wird. Die Anfänge der Gartenschauen waren mehr eine gärtnerische Leistungsschau. Heute stehen städtebauliche Aspekte im Mittelpunkt. Die Blumen sind zwar geblieben, der Städtebau und das Thema Nachhaltigkeit aber haben an Bedeutung gewonnen. Wesentlich ist, dass etwas Bleibendes entsteht. Gerade in den vergangenen 20 Jahren ist der Wert einer Gartenschau für die Stadtentwicklung deutlich gestiegen. Stadtentwicklung über freiraumgestalterische, umwelt- und landschaftsbezogene Impulse nachhaltig und sozialbezogen voranzubringen, das ist in den Vordergrund gerückt. Zudem hat die Bedeutung der Grünvernetzung, der Ausgleichsmaßnahmen und der naturbezogenen Erholungsmöglichkeiten drastisch zugenommen. Seit der ersten Landesgartenschau in Ulm 1980 hat das Land mehr als 700 ha Freiraumflächen geschaffen, das ist eine Fläche so groß wie rund 980 Fußballfelder.